”GESUNDE ZÄHNE, SIND SCHÖNE ZÄHNE“

Karies früher und treffsicherer erkennen

Es ist schwierig Karies auf der Kaufläche zu diagnostizieren und das obwohl die Kaufläche sehr leicht erreichbar ist. Dieser Umstand ist durch die komplexe und insichgehende anatomische Struktur der Kaufläche zu erklären. Im allgemeinen sind auf Röntgenaufnahmen die kariösen Defekte nur in relativ fortgeschrittenem Zustand zu sehen(1). Aus diesem Grund sind optische Technologien auf Flourezenz Basis zur Diagnostizierung der verdeckten Karies entwickelt worden. Diese zeigen und dokumentieren deren Tiefe, als auch schon frühere Zeichen von Entkalkung (Demineralisation) und ermöglichen eine frühere Intervention zur Vermeidung einer agressiveren retaurativen Therapie.

Fluorezenz Methoden basiren auf dem Prinzip der Absorbtion und Emission von Lichtenergien durch Porphyrin, einem Nebenprodukt von kariogene Bakterien. Porphyrin absorbiert Lichtenergie mit einer bestimmen Welllenlänge und emittiert sie wieder mit geänderten Wellenlänge mit einer Farbänderung (2). In anderen Worten, diese Änderung der Wellen- länge bzw. Farbe ist ein Indikator der kariöse Aktivität. Diese Fluorezenz Technologie erlaubt uns nicht nur die Differezierung zwischen kontaminierten und unkontaminierten Bereichen, sondern ermöglicht uns auch durch die Intensität des Fluorezenzlichtes den Grad der Destruktion zu bestimmen(3).

Laserfluorezenz hat sich in vielen Studien für die Entdeckung der versteckten Karies auf der Kaufläche im Vergleich zum Röntgen als sehr zuverlässig erwiesen(4,5). Mit Hilfe eines patentierten Laserfluorezenz-Messung Gerätes können schon die feinsten Läsionen zuverlässiger und ohne Strahlenbelastung entdeckt werden. In diesem Fall wird die Zahnober-fläche mit dem Rotlicht, Wellenlänge 655 nm, illuminiert und das emittierte Licht wird analysiert. Die angezeigten Werte können uns bei der Wahl der Behandlungsmodalitäten (prophylaktisch, minimal invasiv oder Invasiv) sehr hilfreich sein.

Eine andere Methode ist die intraoral Fluorezenzkamera mit LED Licht (Blau-Violett) Wellenlänge 405 nm. Das Licht stimuliert die Porphyrinen und wird als rotes Fluorezenzlicht registriert, dieses zeigt bakterielle Kontamination und kariöse Aktivitäten an. Das Ergebnis wird ausserdem numerisch analysiert und gekennzeichnet.

Die Kombination von beiden Fluorezenzmethoden steigert die Sensitivität und Treffsicherheit der Kariesentdeckung. In einer zufällig zusammengestellten Patientengruppe war die Treffsicherheit der beiden oben gennenten Fluorezenzmethoden zur Entdeckung der Karies der Kaufläche100%. im Vergleich dazu war die Treffsicherheit beim Röntgen 60% und die visuelle Treffsicherheit sogar nur 40%(6). Die besten Ergebnisse beider Verfahren sind nach der Plaqueentfernung im Rahmen einer professionellen Mundhygiene zu erzielen.

Literaturverzeichnis

1. Lussi A, Francescut P,:Performance of conventional and new methods for the detection of occlusal caries in deciduous teeth. Caries Res 2003;37:2-7.

2.König K, Flemming G, Hibst R: Laser-induced autofluorescence spectroscopy of dental caries. Cell. mol. Biol. 1998;44: 1293-1300

3.Frentzen M, Striebe S, Zimmermann M: Morphologische Zuordnung von laserinduzierten Fluorezenzsignalen zu verschiedenen Karieszonen. Laserzahnheilkunde 2004;1,7-12.

4.Tonioli MB, Bouschlicher MR, Hiliis SL: Laser fluorescence detection of occlusal caries. Am J Dent 2002; 15: 268-273.

5.Sheely EC, Brailsford SR, Kidd EAM, Beighton D, Zoitopoulos L: Comparison between visual examination and a laser fluorescence system for in vivo diagnosis of occlusal caries.   Caries Res 2001; 35: 421-426.

6.Eberhart J: Neue Detektionstechnik für Plaque und Karies unter Verwendung eines Fluorezenzkamerasystems; Degree Disertation at Fachhochschule Furtwangen Abt. Villingen-      -schwenningen;2006.